Archiv der Kategorie: CM

Man sieht nicht nur mit der Leber gut – Chinesische Medizin bei Altersweitsichtigkeit

Der Artikel erschien zuerst im Yin Yang Magazin des TCM Fachverbandes Schweiz 3/2019.

Der bekannte Lehrsatz „Das Sinnesorgan der Wandlungsphase Holz ist das Auge“ kann weiter differenziert werden. Denn das Auge kann in die Bereiche der fünf Wandlungsphasen wiederum eingeteilt werden:

Im Zentrum des Geschehens findet sich die Pupille mit dem Bezug zum Wasser. Die Iris verkörpert den Holzaspekt und auch der Sehpurpur steht in Zusammenhang direkt mit der Leber. Die Skleren spiegeln die Energien vom Metall wieder. Die rötlichen Augenwinkeln beziehen sich auf das Feuer mit Herz und Dünndarm. Die Wandlungsphase Erde findet sich in den Augenlidern wieder. Man sieht nicht nur mit der Leber gut – Chinesische Medizin bei Altersweitsichtigkeit weiterlesen

Schmückt diese Narbe meinen Körper?

Dieser Artikel ist zuerst erschienen im Yin-Yang Fachmagazin des TCM Fachverbandes Schweiz Nr.2/ Juni 2019.

Was schmückt uns? Was möchte ich kompensieren? Was möchte ich feiern? Wo hat mein Körper Eigenheiten, Zeichen meiner Geschichte? So können wir uns unseren Klient*Innen nähern.

Mit wertschätzendem Blick und mit Empathie lassen wir Sie über ihren Körper(schmuck) erzählen.

Wofür steht dein Tatoo? Woher kommt diese Narbe?

Die Narbe nicht mehr als Manko, sondern als Geschichtenerzählerin

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Wissenswertes über Shiatsu

Das Wort „Shiatsu “ leitet sich aus den japanischen Wörtern „shi“ ( Finger) und „atsu“ (Druck) ab. Auch wenn im Shiatsu viel mit dem Handballen, dem Ellenbogen und auch den Füßen behandelt wird, war die Behandlung mit dem Daumen wohl in der Bezeichnung ausschlaggebend.

Shiatsu basiert auf dem alten Wissen der Chinesischen Medizin mit der Massageform „Amna“.  Die Massageform dürfte mit  Konzept der Chinesischen Medizin vor über 1000 Jahren von China nach Japan gekommen sein. Erst vor 100 Jahren wurde der Begriff“Shiatsu“ und die damit implizierte Massageform in Japan anerkannt.

 

Schlaf gut, meine Liebe – aus Sicht der TCM

Unser Schlaf bringt uns in die Ebene, wo sich der Körper entspannen und regenerieren kann.

Es gibt meines Erachtens wenig Dinge, die so gesundheitsfördernd sind wie ein guter Schlaf. Im Schlaf erneuern sich unsere Ressourcen. So werden die Zellen geteilt, repariert und auf deren Integrietät kontrolliert. Die Erlebnisse am Tag werden aufbereitet und verarbeitet.

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Es summt im Kopf – ein Überblick über Tinnitus aus Sicht der TCM

Ohrgeräusche sind da und anstrengend. Einige kommen plötzlich, andere haben sich langsam eingeschlichen. Die Chinesische Medizin hat einen differenzierten Blick auf das Geschehen: Dazu möchte ich Sie einladen!

Wie bei so vielen Symptomen finden sich in der Chinesischen Medizin wieder mehrere tiefere Ursachen (sogenannte Syndrome), wenn sich Ohrgeräusche eingestellt haben.

Als erste große Unterscheidung finden sich Syndrome der Fülle und der Leere. Diese können dann auch in Kombination auftreten und sich auch verstärken.

Je nach Ursache werden verschiedene Akupunkturpunkte und Kräuter ausgewählt.

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Eine haarige Angelegenheit

Die medizinische Aufteilung in die angeblichen zwei Geschlechter ist zum Glück vielerorts in Frage gestellt worden. So ist die Frage des Haarwuchses am Kopf durchaus kein sogenanntes Männerproblem mehr.
Zu aller erst ist festzustellen, dass es bei Menschen sehr unterschiedliche Haardichte gibt. Es gibt kerngesunde Menschen mit Glatze und sehr kranke Menschen mit sehr vielen Haaren. Die sich wandelnden Schönheitsvorstellungen sind mit keinem Kraut der Welt behandelbar. Dort ein Haar zu viel, dort zu wenig – immer soll es etwas auszusetzen geben. So bleiben wir beschäftigt mit Selbstkritik und werden davon abgehalten, uns unserer individuellen Schönheit zuzuwenden. Unvergleichlich dieses lange Haar mitten am Kinn meiner Freundin!
Einige finden nichts attraktiver als eine Glatze. Andere hätten gerne mehr Haare auf dem Kopf.
Für diese möchte ich Konzepte zum Komplex „Haarausfall“ aus Sicht der Chinesischen Medizin darstellen. Eine haarige Angelegenheit weiterlesen

Die Fünf Wandlungsphasen

In der Sichtweise der CM hat alles eine Wurzel, ist alles eins. Deshalb geht Yin in Yang über und umgekehrt, es sind nicht zwei Dinge sondern das sich ständig verwandelnde Eine. Diese Theorie wurde mit der Lehre der Fünf Wandlungsphasen verbunden, um die beobachtbaren Unterschiede weiter auszudifferenzieren. Es gab auch verschiedene Richtungen der Lehre der Fünf Wandlungsphasen. Und die heutige TCM  ist eine Synthese verschiedener Schulen.

Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer sind Elemente des Einen. In jedem Element sind alle fünf Elemente wieder vertreten. Dies findet sich plastisch in der Akupunktur wieder. Um ein Beispiel zu geben: Der Milzmeridian ist der Yin-Meridian der Wandlungsphase Erde. Der dritte Akupunkturpunkt ist der Erdepunkt. Er besitzt die Qualität am stärksten zu erden, während der neunte Punkt der Wasserpunkt ist und zum Sedieren (=ableiten) geeignet ist, wenn zu viel Wasser droht, die Erde zu überfluten.

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Das Prinzip von Yin und Yang

In allen Teilen und Lebewesen des Kosmos hat die chinesische Medizin die sich bedingenden Kräfte Yin und Yang für sich wiedererkannt. Ich verwende nicht den Begriff „Polaritäten“, da sich in jedem Yin auch ein Anteil Yang befindet, ebenso wie in jedem Yang ein Anteil Yin. Ein reiner Yang-Zustand bedeutet ebenso den Tod wie ein reiner Yin-Zustand. Jedes Yang wandelt sich zum Yin und jedes Yin zum Yang. Dieser Prozess findet beständig statt. Entscheidend ist der Energiefluss zwischen beiden, den die Methoden der TCM unterstützen.

Jeder Yang-Aspekt kann wiederum in einen Yin- und einen Yang-Aspekt unterteilt werden und umgekehrt. Jeder noch so feine Yang-Aspekt beinhaltet gleichzeitig auch immer einen noch feineren Yin-Anteil.

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